Gewalt kommt mir nicht in die Tüte!

Gestern habe ich mit der ASF Bielefeld „süße Tüten“ mit der Notrufnummer des Hilfetelefons für Frauen auf der Bielefelder Demo gegen Gewalt an Frauen verteilt und damit auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam gemacht.

 Wir möchten die Menschen damit für das Thema sensibilisieren und Möglichkeiten der Hilfe an die Hand geben. In der Tüte enthalten war nämlich die Notrufnummer des Hilfetelefons für Frauen. Sexuelle Gewalt geschieht jeden Tag in Deutschland und in Europa, auch in unserem Umfeld und vor allem in Partnerschaften. Wir möchten den Frauen zeigen, dass sie damit nicht allein sind und ihnen einen Ausweg bieten. Gewalt ist nicht immer direkt sichtbar, wie durch ein blaues Auge, sondern kann genauso psychisch sein. Auch das ist ein großes Anliegen der SPD-Frauen: Zeigen, dass es alltäglich ist und dafür sensibel machen, genau hinzuschauen.

Nach einer BKA-Studie, die in dieser Woche veröffentlicht wurde, wurde alle zwei bis drei Tage im Jahr 2017 eine Frau von ihrem Partner getötet und die Gewalt an Frauen steigt von Jahr zu Jahr.  Die Dunkelziffer der Gewalttaten gegen Frauen wird weitaus höher sein, denn nur jedes fünfte Opfer traut sich Hilfe zu suchen.

Familienministerin Giffey setzt auf den Ausbau von Frauenhäusern. Derzeit können in den 350 Frauenhäusern und 600 Fachberatungsstellen pro Jahr 30.000 Frauen betreut werden.Zu wenig, finde ich. Die Forderung nach einer besseren Finanzierung von Frauenhäusern und der Unterstützung der Kommunen beim Ausbau von Hilfestrukturen muss endlich umgesetzt werden.

Deshalb ist es umso wichtiger, dass die Nummer des anonymen Hilfetelefons bekannter wird. Geantwortet wird dort in 17 Sprachen und der Anruf wird nicht auf der Telefonrechnung angezeigt.

Die Bilder zeigen unsere Fotoaktion mit dem Bielefelder Fotografen Veit Mette.

Mehr Infos dazu unter:

Sally Starken