Wie viel Jugend braucht die Politik? Definitiv mehr!

Im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit dem früheren Vizekanzler Franz Müntefering, dem Buchautor Wolfgang Gründinger und der Landtagsabgeordneten Christina Kampmann wurde gestern in Bielefeld darüber diskutiert, wie viel Jugend die Politik eigentlich braucht.

Was klar wurde ist, dass die Politik nicht nur viel mehr junge Menschen in ihren Reihen benötigt, sondern Parteien sich auch verändern müssen, wenn sie junge Menschen ansprechen wollen.

Um Themen auf die Agenda zu holen, die junge Menschen betreffen, braucht es auch genau die, die sie vertreten können. Menschen, die sich authentisch mit aktuellen Themen beschäftigen, wie z.B. unsere Landtagsabgeordnete Christina Kampmann, die als junge Frau gerade ein Positionspapier zur Künstlichen Intelligenz vorgestellt hat. Junge Menschen in der Politik dienen genauso als Vorbilder für andere und zeigen, dass man was erreichen kann, wenn man möchte. Jung und weiblich sollte also nicht nur ein Slogan sein, sondern wirklich gelebt werden.

Aber warum finden sich so wenig junge Menschen und vor allem junge Frauen in der Politik wieder? Fehlt das Interesse oder ist Parteiarbeit langweilig? Parteien sind oft zu alt, hierarchisch strukturiert und es braucht lang bis man etwas verändern kann. Es geht viel um die Macht es Einzelnen und ein Raum für neue Begegnungen wird nicht überall geschaffen. Junge Menschen denken oft lieber in Projekten, möchten einen Sinn in ihrer Arbeit sehen und sind zeitlich nicht immer so aufgestellt, dass sie jeden Ortsvereinstermin wahrnehmen können.  Die SPD hat das in mancher Hinsicht erkannt und möchte Plattformen schaffen, auf denen man sich mehr online beteiligen kann und Themen setzen, die junge Menschen interessieren.

 Das allein reicht aber noch nicht aus. Wir brauchen mehr offene Türen, mehr wirkliche Chancen auf freie Stühle am Tisch, Sichtbarkeit in der Politik und vor allem mehr Raum um kreative Ideen entwickeln zu können. Netzwerke zwischen jungen Menschen müssen gefördert werden und das auch über die nationalen Grenzen hinaus.

Dazu zählt, dass Themen der jungen Menschen Zukunftsthemen werden: Digitalisierung, Jobchancen, Gleichberechtigung, Kinderarmut und vieles mehr.  Transparentere Parteien, Themen verständlich darstellen und neue Wege nicht nur aufzeigen, sondern dann auch wirklich gehen. Das sollte die Devise sein.

 Und: Die Politik muss eine Gesellschaft und ihre Bedürfnisse abbilden. Das zählt für junge und alte Menschen, für Frauen und Männer! Klar ist, dass es das Problem schon lange gibt und Lösungen nur gefunden werden können, wenn junge Menschen begeistert werden können. Ein guter und wichtiger Schritt ist es, immer wieder darauf aufmerksam zu machen und darüber zu sprechen.

 Hast du auch Lust dich  politisch zu engagieren, aber die fehlt vielleicht der Zugang und du weißt nicht wie du es anfangen sollst? Dann melde dich gerne!

 

 

 

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Sally Starken