Brasilien hat gewählt und vollzieht massiven Rechtsruck

Brasiliens neu gewählter Präsident - Jair Bolsonaro

Brasiliens neu gewählter Präsident - Jair Bolsonaro

Mit diesem Mann möchte die AfD künftig auf internationaler Ebene zusammenarbeiten:

Seit einigen Jahren erleben wir weltweit einen um sich greifenden Rechtsruck, der nun auch in Brasilien angekommen ist. Der Sonntag gewählte neue Präsident des Landes, Jair Bolsonaro ist bei uns besonders durch die Übergriffe seiner Anhänger*Innen auf politische Gegner*Innen und homo- und transsexuelle Menschen und seine martialischen bis menschenfeindlichen Äußerungen bekannt.

So spricht sich Bolsonaro zum Beispiel für Folter aus: „Ich bin für Folter. Und das Volk ist auch dafür.“

Auch stellt er sich gegen die berufliche und gesellschaftliche Gleichstellung der Geschlechter 
„Ich würde Männern und Frauen nicht das gleiche Gehalt zahlen. Aber es gibt auch viele kompetente Frauen.“

Besonderer Druck steht auch für die LGBT*-Community zu erwarten. Nach mehrmaligen Hasstiraden Bolsoneros, insbesondere gegen homosexuelle Männer, ist davon auszugehen, dass sich die gesetzliche Lage, wie auch der öffentliche Umgang mit Homosexuellen und Trans*Personen deutlich verschlechtern wird.

Die Opposition der Arbeiter*Innen-Partei PT (Partido dos Trabalhadores) fürchtet künftig sogar gewaltsames Vorgehen gegen Minderheiten und arme Menschen, wenn sie Sätze wie: „Es wird eine in Brasilien niemals gesehene Säuberung geben.“ von Bolsanero hört.

Die Stimmung im Land ist vergiftet, die Gesellschaft gespalten. Kriminalität, Armut und politische Korruptionsskandale, bis in die höchsten Kreise haben die brasilianische Gesellschaft erschöpft. Die Situation geht natürlich auch auf die linke PT zurück, unter deren Führung sich die wirtschaftliche Lage teils stark verschärft hat.

Nun stellt sich die Frage, was geht uns die dortige Situation hier in Deutschland an? Brasilien ist nicht nur unser wichtigster Handelspartner in Lateinamerika, es ist auch ein Exempel für eine Geisteshaltung, die auch bei uns in Europa immer mehr an Boden gewinnt. Die Erstarken einer extremen Rechten sehen wir bei uns beispielsweise bereits in Ländern, wie Ungarn oder Polen.

Aber auch in Deutschland wird die Wahl in Brasilien teils freudig aufgenommen. So gratuliert der AfD-Bundestags-Abgeordnete und Obmann des auswärtigen Ausschusses Petr Bytron Bolsonaro zum Sieg und kündigt eine internationale Zusammenarbeit an. Die AfD signalisiert mit diesem offenen Schulterschluss mit einem ultrarechten Staatspräsidenten einmal mehr ihre eigene Haltung in bestimmten Fragen.

Ich denke, uns demokratischen Europer*Innen muss die Wahl von Jair Bolsonaro, der sich als Feind von sozialer und geschlechtlicher Gleichstellung geriert ein Weckruf sein. Um solche Tendenzen bei uns in Europa aktiv zurückzudrängen und allen Menschen das gleiche Maß an Rechten und Würde zu ermöglichen, möchte ich meine Arbeit in das Europäische Parlament einbringen. Dafür bitte ich am 26. Mai um Ihre Unterstützung.

Sally Lisa Starken

https://www.waz.de/politik/irre-zitate-des-wohl-kuenftigen-praesidenten-brasiliens-id215666547.html?fbclid=IwAR3JnTDpje4udHdIjdeJAH-XxjgHmhyiM6a_seKZ7hJYZII-QZF2Em2GmhE

https://www.t-online.de/nachrichten/id_84690038/wahl-in-brasilien-rechtspopulist-jair-bolsonaro-wird-neuer-praesident.html

Sally Starken